Finanzielle Metriken / Rentabilität

Transaktionen ordnen

Welche Einnahmen und Ausgaben in die Berechnung von Rentabilität, Rendite, Marge und Deckungsbeitrag einbezogen werden und welche nicht

Einnahmen / Umsatz

  • 👍🏼 Berücksichtigt
    • Umsatz: Der Umsatz eines Unternehmens bezieht sich auf die Gesamteinnahmen, die durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erzielt werden. Es ist im Grunde die Summe des Geldes, das das Unternehmen durch seine regulären Geschäftstätigkeiten verdient, bevor jegliche Kosten oder Ausgaben abgezogen werden.
      • Dienstleistungen
      • Produktverkäufe
      • Andere Einkommensströme (Abo Modelle / Subscriptions)
  • 👎🏼 Nicht berücksichtigt
    • Schulden: Schulden sind Verbindlichkeiten, die ein Unternehmen hat. Dies könnte Geld sein, das es von Banken oder anderen Finanzinstituten geliehen hat. Schulden sind Teil der Finanzierung des Unternehmens und haben keinen direkten Einfluss auf den Umsatz, sondern beeinflussen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung durch Zinsaufwendungen.
    • Eigenkapital: Eigenkapital ist der Wert, den die Eigentümer in das Unternehmen eingebracht haben. Es repräsentiert den Anspruch der Eigentümer auf das Vermögen des Unternehmens, nachdem alle Verbindlichkeiten abgezogen wurden. Wie die Schulden ist auch das Eigenkapital ein Finanzierungsaspekt des Unternehmens und steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Umsatz.

Ausgaben

Bei der Berechnung von Finanzkennzahlen wie der Rendite oder Rentabilität werden bestimmte Arten von Ausgaben nicht berücksichtigt. Hier sind einige Beispiele:

  • 👍🏼 Berücksichtigt
    • Betriebskosten: Dazu gehören alle Kosten, die direkt mit dem Betrieb und der Produktion des Unternehmens verbunden sind. Beispiele hierfür sind Materialkosten, Löhne und Gehälter der Mitarbeiter, Mietkosten, Versicherungen, und Ausgaben für Instandhaltung und Reparaturen.
    • Vertriebs- und Verwaltungskosten: Dies umfasst Kosten, die nicht direkt mit der Produktion verbunden sind, aber für den Betrieb des Unternehmens notwendig sind. Dazu gehören Gehälter für Verwaltungsangestellte, Marketingkosten, Reisekosten, und Büromaterial.
    • Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E): Diese Kosten sind besonders relevant für Unternehmen, die in technologischen oder wissenschaftlichen Branchen tätig sind. Sie beziehen sich auf Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen.
    • Abschreibungen und Amortisationen: Diese stellen die Wertminderung von Anlagevermögen (wie Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude) und immateriellen Vermögenswerten (wie Patente und Markenrechte) über die Zeit dar. Sie werden als Ausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
    • Sonstige Betriebsausgaben: Dies kann eine Vielzahl von Posten umfassen, die nicht in die oben genannten Kategorien fallen, aber für den Geschäftsbetrieb notwendig sind, wie Lizenzgebühren, Beratungskosten oder Rechtskosten.
    • (Zinsaufwendungen): Obwohl sie in bestimmten Kennzahlen wie EBIT und EBITDA ausgelassen werden, sind Zinsaufwendungen dennoch ein wichtiger Faktor, der in anderen Rentabilitätsberechnungen berücksichtigt wird. Sie repräsentieren die Kosten, die das Unternehmen für seine Schulden zahlt.
  • 👎🏼 Nicht berücksichtigt
    • Außerordentliche Ausgaben: Dies sind ungewöhnliche oder seltene Ausgaben, die nicht zum regulären Geschäftsbetrieb gehören. Beispiele hierfür könnten Kosten aufgrund eines Rechtsstreits oder eines Naturkatastrophenschadens sein. Diese Posten werden oft aus der Berechnung von Rentabilitätskennzahlen herausgerechnet, um ein genaueres Bild der normalen Betriebsleistung zu erhalten.
    • Buchhalterische Abschreibungen: Obwohl Abschreibungen eine wichtige Rolle in der Gewinn- und Verlustrechnung spielen, werden sie manchmal bei der Berechnung von Kennzahlen wie dem EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization) nicht berücksichtigt. Der Grund dafür ist, dass Abschreibungen keine Barausgaben darstellen.
    • Kapitaltilgung: Die Rückzahlung des Kreditbetrags ist eine Vermögensumverteilung zwischen liquiden Mitteln und Verbindlichkeiten. Sie verringert sowohl das Bargeld (oder andere liquide Mittel) als auch die entsprechenden Verbindlichkeiten auf der Bilanz, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Rentabilitätskennzahlen wie dem EBITDA oder dem Betriebsergebnis wird der Fokus auf die operative Leistung des Unternehmens gelegt, unabhängig von seiner Finanzierungsstruktur und solchen Vermögensumverteilungen.
    • Zinsaufwendungen: Bei einigen Rentabilitätsberechnungen, wie z.B. dem EBIT (Earnings Before Interest and Taxes), werden Zinsaufwendungen nicht berücksichtigt. Der Fokus liegt hier auf der operativen Leistung des Unternehmens, unabhängig von seiner Finanzierungsstruktur.
    • Steuern: Ähnlich wie bei Zinsaufwendungen werden Steuern in bestimmten Kennzahlen wie dem EBIT oder EBITDA nicht berücksichtigt, um die operative Performance des Unternehmens vor Steuerüberlegungen zu analysieren.
    • Einmalige Ausgaben: Einmalige Ausgaben für Projekte oder Investitionen, die nicht regelmäßig anfallen, können ebenfalls bei der Berechnung bestimmter Rentabilitätskennzahlen ausgeklammert werden. Dies hilft, ein klareres Bild der wiederkehrenden Geschäftstätigkeit zu erhalten.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entscheidung, bestimmte Ausgaben in der Berechnung von Rentabilitätskennzahlen zu berücksichtigen oder auszuschließen, von dem spezifischen Zweck der Analyse und den zugrunde liegenden Annahmen abhängt. Verschiedene Stakeholder können unterschiedliche Kennzahlen bevorzugen, je nachdem, was sie über das Unternehmen erfahren möchten.

Wie berechnet finban die Werte

finban hilft dir, deine Einnahmen und Ausgaben zu organisieren und sie den entsprechenden Einnahmen- und Ausgabenarten zuzuordnen. Deshalb bietet finban Kategorievorschläge an und hilft dir, deine eigenen Kategorien zu typisieren.

👉🏻 Tipp: Mehr zum Thema Kategorisierung findest Du hier: Kategorisieren von Geschäftstransaktionen – Alles zu COGS, Overhead und Co – Vollständiger Leitfaden – Update 2024

Einnahmen:

Ausgaben:

Rentabilität und Marge: Kernkonzepte für Ihren Geschäftserfolg

In der Welt des Business sind zwei Begriffe besonders wichtig: Rentabilität und Marge. Diese Konzepte sind entscheidend, um zu verstehen, wie gesund Ihr Unternehmen ist und wo Verbesserungspotenzial besteht.

Was ist Rentabilität?

Rentabilität, einfach ausgedrückt, misst, wie effektiv Ihr Unternehmen sein Kapital einsetzt, um Gewinn zu erzielen. Sie gibt an, wie gut ein Unternehmen seine Ressourcen nutzt, um Profit zu generieren.

Umsatzrentabilität

Ein spezieller Aspekt der Rentabilität ist die Umsatzrentabilität. Diese misst, wie viel Gewinn Ihr Unternehmen aus seinem Umsatz generiert. Sie wird berechnet, indem man den Nettogewinn durch den Gesamtumsatz teilt. Eine hohe Umsatzrentabilität zeigt, dass Ihr Unternehmen effizient arbeitet und einen guten Teil seines Umsatzes in Gewinn umwandelt.

Und was ist Marge?

Die Marge, oft auch als Gewinnmarge bezeichnet, zeigt den Prozentsatz des Umsatzes, der nach Abzug aller Kosten als Gewinn übrig bleibt. Es ist ein klarer Indikator dafür, wie profitabel Ihre Produkte oder Dienstleistungen sind.

Deckungsbeitrag

Eng verwandt mit der Marge ist der Deckungsbeitrag. Dieser zeigt, wie viel von jedem verkauften Produkt oder jeder Dienstleistung zur Deckung der fixen Kosten beiträgt. Er wird berechnet, indem man die variablen Kosten (also die Kosten, die direkt mit der Herstellung des Produkts oder der Erbringung der Dienstleistung zusammenhängen) vom Verkaufspreis abzieht.

Warum sind diese Konzepte wichtig?

Verständnis für Rentabilität und Marge ist entscheidend, um Ihr Geschäft effektiv zu führen. Sie helfen Ihnen, Entscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel Preise festzulegen, Kosten zu senken oder in welche Bereiche investiert werden sollte. Ein tiefes Verständnis dieser finanziellen Metriken ermöglicht es Ihnen, Ihr Unternehmen auf langfristigen Erfolg auszurichten.

Zusammenfassend: Rentabilität und Marge sind mehr als nur Zahlen auf einem Papier. Sie sind essenzielle Werkzeuge, um den Puls Ihres Unternehmens zu messen und strategische Entscheidungen für Wachstum und Profitabilität zu treffen.