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Cashflow

Cashflow Management Software

Cashflow-Management-Software verbindet Bankkonten und Rechnungen zu einer Vorschau statt einer Auswertung. Was so ein Werkzeug können muss, wie es sich von Excel unterscheidet und woran du die passende Lösung erkennst.

·24 min Lesezeit
Marcus Smolarek

Marcus Smolarek

Gründer von finban

Zuletzt aktualisiert

Inhalt

Das wichtigste zusammengefasst

  • Regelmäßige Einnahmen und Ausgaben solltest Du nicht mehr aufwendig mit Excel pflegen – spare Dir eine Menge Zeit und vermeide Fehler, indem Du durch die Automatisierung mit Cashflow-Management-Software die Produktivität im Unternehmen steigerst.
  • Als Unternehmer musst Du wissen, wie viel Geld Du in 3 oder 6 Monaten auf dem Konto hast
  • Tagesaktuelle Metriken und Analysen über Dein Unternehmen sind essenziell, um, Stabilität und Wachstum zu garantieren

Was ist eine Cashflow Management Software?

Um den Cashflow eines Unternehmens zu ermitteln, gibt es verschiedene Ansätze. Man kann Informationen aus der BWA heranziehen oder die einzelnen Transaktionen der zu analysierenden Konten betrachten. Du kannst Deinen Cashflow manuell berechnen, aber das ist ein zeit- und ressourcenaufwendiger Prozess. Ein cashflow management tool ist speziell für die Optimierung der Zahlungsflüsse und das Liquiditätsmanagement entwickelt worden. Am besten, Du setzt ein spezielles Cashflow-Management Software dafür ein. Mit Zuhilfenahme von Bank-API-Providern kann eine Cashflow Software, mit wenigen Klicks, Transaktionen von beliebigen Bank-Konten importiert und analysiert werden. Moderne cash management software und cashflow tools ermöglichen durch Integration mit ERP- und Buchhaltungssystemen eine zentrale Verwaltung und Analyse der cashflow daten. Damit erhältst Du automatisch, ohne viel Aufwand, Deine Cashflow-Analyse.

Screenshot: finban.io

Cashflow-Management-Software kann den Prozess der Verfolgung, Analyse und Optimierung des Cashflows erheblich vereinfachen und rationalisieren. So geht’s: Verschiedene Funktionen wie cashflow forecasting, cashflow prognose und cashflow planung stehen zur Verfügung, um finanzielle Risiken zu minimieren.

  1. Verfolgung in Echtzeit: Cashflow-Software ermöglicht die Verfolgung von Geldzuflüssen und -abflüssen in Echtzeit. Sie kann die Finanzdaten sofort aktualisieren, wenn Transaktionen stattfinden, so dass du einen klaren Überblick über deine finanzielle Situation in Echtzeit erhältst. Das ist wichtig, um fundierte Finanzentscheidungen zu treffen und sicherzustellen, dass dein Unternehmen nie in Geldnot gerät.
  2. Genaue Prognosen: Durch die Analyse historischer Daten und die Berücksichtigung verschiedener interner und externer Faktoren kann die Cashflow-Software zukünftige Cashflow-Szenarien vorhersagen. Diese vorausschauenden Erkenntnisse ermöglichen es Unternehmen, zu planen und sich auf verschiedene Eventualitäten vorzubereiten, wobei cashflow forecasting und cashflow prognose eine zentrale Rolle für die Finanzplanung spielen.
  3. Berichte und Analysen: Cashflow-Software kann detaillierte Finanzberichte erstellen, die wichtige Kennzahlen und Trends aufzeigen. Dies hilft, Problembereiche und Chancen zu erkennen. Außerdem können die Daten visualisiert werden, so dass sie auch für Nicht-Finanzfachleute leichter zu verstehen sind.
  4. Integration mit anderen Systemen: Die meisten Cashflow-Management-Programme lassen sich mit anderen Unternehmenssystemen wie Bestandsverwaltung, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Vertrieb integrieren. So erhältst du einen einheitlichen Überblick über die Unternehmensfinanzen und musst die Daten aus verschiedenen Quellen nicht mehr manuell zusammenführen. Integration und eine all in one lösung steigern dabei die Effizienz und erleichtern die zentrale Verwaltung.
  5. Automatisierung von Routineaufgaben: Die Software kann verschiedene Routineaufgaben automatisieren, z. B. die Berechnung von Zahlungsfristen, die Erstellung von Zahlungserinnerungen, die Aktualisierung von Hauptbüchern und den Abgleich von Kontoauszügen. Automatische dateneingaben reduzieren die Fehlerquote und steigern die Produktivität. Das verringert den Verwaltungsaufwand und senkt die Fehlerwahrscheinlichkeit.
  6. Risikomanagement: Durch das Aufspüren ungewöhnlicher Transaktionen, die Vorhersage künftiger Liquiditätsengpässe und das Vorschlagen von Abhilfemaßnahmen kann die Cashflow-Software Unternehmen dabei helfen, verschiedene finanzielle Risiken zu mindern, indem sie finanzielle Engpässe frühzeitig erkennt.
  7. Szenario-Analyse: Mit Cashflow-Software kannst du “Was-wäre-wenn”-Analysen durchführen. So kannst du z. B. sehen, wie sich dein Cashflow verändern würde, wenn ein bestimmter Kunde nicht pünktlich bezahlt oder deine Kosten um einen bestimmten Prozentsatz steigen würden.
  8. Warnungen und Benachrichtigungen: Eine Cashflow-Software kann dich auf wichtige Ereignisse oder potenzielle Probleme aufmerksam machen, z. B. auf anstehende Rechnungen, niedrige Barreserven oder Abweichungen von deinem Finanzplan.

Ein Vergleich verschiedener Produkten und Management Lösungen ist sinnvoll, um die für das eigene Finanzmanagements und Treasury Management passende Lösung zu finden. Die Vorteile und Vorteilen von Cash Flow Software, Cash Management Lösung und Liquiditätsmanagement Software zeigen sich für verschiedene Unternehmensgrößen, da sie die Verwaltung, Planung und Überwachung der Finanzen erleichtern. Tidely, Sage und SAP Cash Management sind Beispiele für spezialisierte Produkte in diesem Bereich. FP&A-Teams und Treasurer profitieren von den umfassenden Funktionen und Plänen moderner Cashflow Management Software. Die Cashflow Überwachung und die zentrale Verwaltung im System sind entscheidend für die Transparenz und Steuerung der Unternehmensfinanzen. Ein gutes Produkt deckt nicht nur die Cashflows, sondern das gesamte Finanz eines Unternehmens ab.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Cashflow-Management-Software einem Unternehmen einen detaillierten, genauen und aktuellen Überblick über seine finanzielle Situation verschafft. Indem sie viele zeitaufwändige Aufgaben automatisiert und wertvolle Erkenntnisse liefert, hilft sie Unternehmen, ihren Cashflow effektiv zu verwalten und zu optimieren.

Was Cashflow-Management eigentlich ist

Cashflow-Management ist die laufende Steuerung der Zahlungsströme: wissen, wann Geld hereinkommt und hinausgeht, und dort eingreifen, wo es nicht zusammenpasst. Es ist eine Tätigkeit, keine Software — die Software ist das Werkzeug dafür.

Praktisch besteht sie aus vier Schritten, die sich jeden Monat wiederholen:

SchrittWas dabei passiertWoran es meistens scheitert
SehenAlle Konten, offenen Rechnungen und wiederkehrenden Kosten an einer StelleDie Zahlen liegen in vier Systemen und sind nirgends gleichzeitig aktuell
VorausrechnenAus dem Ist-Stand und den Fälligkeiten eine Vorschau über die nächsten Wochen und MonateDie Vorschau entsteht einmal und wird nie wieder angefasst
EingreifenZahlungsziele, Mahnungen, Investitionen und Einstellungen zeitlich so legen, dass es aufgehtDer Engpass fällt am Fälligkeitstag auf, nicht Wochen vorher
NachhaltenDen Plan gegen die tatsächlichen Zahlen halten und nachschärfenNiemand vergleicht, also bleibt der Plan eine Vermutung

Der Unterschied zur Buchhaltung: Die dokumentiert, was war. Cashflow-Management rechnet, was kommt. Der Unterschied zur Liquiditätsplanung: Die ist der Plan, Cashflow-Management ist Plan plus Eingreifen — die Entscheidung, das Angebot eine Woche später zu schreiben, gehört dazu.

Die enger gefasste Treasury-Seite davon — Kontendisposition, Cash Pooling zwischen Gesellschaften, Anlage kurzfristiger Überschüsse — ist unter Cash Management beschrieben. Für ein Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitenden ist das meist eine Nummer zu groß; die vier Schritte oben sind es nicht.

Cashflow Online: 6 Vorteile einer Cashflow-Management-Software gegenüber Excel und Co

  • Spare Dir eine Menge Zeit und vermeide Fehler: Indem Du ein Cashflow-Tool für Dich arbeiten lässt, welches die Transaktionen Deines Firmenkontos automatisch und regelmäßig importiert und analysiert.
  • Wage einen Blick in die Zukunft: Niemand kann die Zukunft voraussagen, aber mit Szenarien-Planung kannst Du berechtigte Annahmen für verschiedene Szenarien treffen und Best-Case Szenarien oder Worst-Case-Szenarien abbilden.
  • Plane Deine Zahlungen und eliminieren Überraschungen: Verbinde Dein Rechnungstool oder legen kommende Zahlungen an, um künftige Zahlungen zu antizipieren.
  • Erstelle Reporte: Mit wenigen Klicks erstellst Du Reports oder Cashflow-Diagramme für Dich selbst, Partner oder Deine Investoren.
  • Bessere Entscheidungen: Mit Hilfe von weitergehenden Analysen (KPI’s) können Transaktionen bezüglich verschiedener Businessmodelle analysiert werden, zum Beispiel: Agenturen oder SaaS
  • Automatisierung: Mit Hilfe von Regeln können wiederkehrende Aktionen – wie zum Beispiel die Kategorisierung von Transaktionen automatisch vorgenommen werden.

Excel und Cashflow-Software nebeneinander

Excel-TabelleCashflow-Management-Software
Datenstandso alt wie der letzte manuelle Exportläuft über die Bankanbindung mit
Aufwand je MonatKontoauszüge exportieren, sortieren, einpflegenfällt weg
Fehlerquelleverrutschte Formeln, überschriebene Zellen — fallen erst auf, wenn das Ergebnis unplausibel wirddie Rechenlogik liegt fest
Offene Rechnungenvon Hand nachtragenkommen aus dem Rechnungsprogramm
Szenarienzweite Datei, dritte DateiVarianten auf demselben Datenbestand
Mehrere Personeneine Datei, eine Version, Abstimmung per Mailalle sehen denselben Stand
Was Excel besser kannjede Sonderrechnung, die dir einfällt — ohne Rücksicht auf ein Datenmodellnur, was das Werkzeug vorsieht

Die letzte Zeile steht bewusst da: Excel ist nicht das schlechtere Werkzeug, es ist das falsche für eine Aufgabe, die jede Woche anfällt. Für eine einmalige Sonderrechnung ist es weiterhin unschlagbar.

Kosteneffizienz durch Cashflow-Software

Es ist kein Geheimnis, dass jedes Unternehmen – egal ob groß oder klein – auf die Kosten achten muss. Das gilt besonders für den Bereich Finanzmanagement und Cashflow. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zögern, in spezialisierte Softwarelösungen zu investieren, aus Sorge vor hohen Kosten. Dabei wird oft übersehen, wie kosteneffizient Cashflow-Software tatsächlich sein kann.

  • Einsparungen durch Automatisierung – Einer der signifikantesten Vorteile von Cashflow-Software ist die Automatisierung von zeitaufwendigen Prozessen. Diese Aufgaben würden sonst manuell erledigt, was eine Menge Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Denke nur an die Stunden, die du für die Dateneingabe, die Erstellung von Berichten und die Auswertung dieser Berichte aufwendest. Moderne Cashflow-Software ersetzt dabei manuelle dateneingaben durch automatisierte Prozesse, was nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart.
  • Genauigkeit und Fehlerreduktion – Manuelle Prozesse sind fehleranfällig. Ein Tippfehler oder ein verpasster Posten kann gravierende Auswirkungen auf deine Finanzplanung haben. Cashflow-Software minimiert dieses Risiko durch automatische Datenerfassung und -analyse. Weniger Fehler bedeuten weniger Zeit und Ressourcen für die Fehlerbehebung und, ganz wichtig, weniger finanzielle Risiken.
  • Skalierbarkeit – Dein Unternehmen wird wachsen – und damit auch seine Bedürfnisse und Anforderungen im Bereich Cashflow-Management. Cashflow-Software ist skalierbar, sodass du nicht für Funktionen bezahlen musst, die du (noch) nicht brauchst. Viele Anbieter stellen verschiedene pläne bereit, die auf die jeweilige Unternehmensgröße und den gewünschten Funktionsumfang zugeschnitten sind. Wenn dein Unternehmen wächst, kannst du zusätzliche Funktionen und Kapazitäten hinzufügen, oft ohne signifikante Preissprünge.
  • Weniger Abhängigkeit von externen Dienstleistern – Mit einer guten Cashflow-Software kannst du viele Aufgaben im Haus erledigen, für die du sonst vielleicht einen externen Berater oder Buchhalter engagiert hättest. Das spart nicht nur Geld, sondern gibt dir auch mehr Kontrolle und Flexibilität.

Besonderer Tipp: Vergiss nicht, den Return on Investment (ROI) deiner Cashflow-Software regelmäßig zu überprüfen. Überlege, wie viel Zeit und Ressourcen du vor der Implementierung für Cashflow-Management aufgewendet hast und vergleiche diese Zahlen mit den Einsparungen und dem Mehrwert, den die Software bietet. Nur so kannst du die wirkliche Kosteneffizienz beurteilen.


Finanzen strukturieren und Finanzfluss steuern – zukunftsorientiert handeln

Eine solide Finanzstruktur ist das Fundament für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Mit einer modernen Cashflow-Management-Software bringst Du Ordnung in Deine Finanzen und steuerst den Finanzfluss gezielt – ein entscheidender Schritt, um zukunftsorientiert zu handeln. Die richtige Software bietet Dir eine umfassende Übersicht über alle finanziellen Bewegungen und hilft Dir, den Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu behalten.

Durch die Nutzung von Cashflow-Management-Tools kannst Du nicht nur aktuelle Zahlungsströme überwachen, sondern auch präzise Cashflow-Prognosen erstellen. So erkennst Du frühzeitig potenzielle Engpässe und kannst rechtzeitig gegensteuern. Die Management-Software unterstützt Dich dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und Deine Finanzplanung auf ein neues Level zu heben.

Gerade in dynamischen Märkten ist es wichtig, flexibel und vorausschauend zu agieren. Mit den passenden Tools strukturierst Du Deine Finanzen effizient, optimierst Deine Cashflow-Prozesse und sicherst die Liquidität Deines Unternehmens langfristig ab. So bist Du bestens gerüstet, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren – und kannst mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken.

Die Wahl der richtigen Cashflow-Management-Software

Immer ausgehend von Deinem individuellen Geschäftsmodell, solltest Du schauen, ob die Cashflow-Management-Software die grundlegenden Funktionalitäten, wie automatischer und regelmäßiger Import von Transaktionen und grundlegende Cashlfow-Analysen anbietet. Dann – und das ist genauso wichtig – solltest Du prüfen, ob die Software spezielle Analysen für Dein Geschäftsmodell zur Verfügung stellt: Für Agenturen zum Beispiel, könnten das, spezielle Kunden-Portfolio-Analysen sein, für SaaS Firmen, spezielle KPI’s zur Analyse von Churn Rates, MRR und ARR, oder SaaS-Kohortenanalysen.

Woran du eine brauchbare Cashflow-Software erkennst

FunktionWarum sie zähltOhne sie
Bankanbindung über PSD2Der Ist-Stand kommt ohne Zutun hereinDu pflegst weiter Kontoauszüge ein
Automatische KategorisierungWiederkehrendes wird als wiederkehrend erkanntJede Buchung wird einzeln zugeordnet
Offene Posten mit FälligkeitAus Rechnungen wird eine EingangsprognoseDer Forecast kennt nur die Vergangenheit
Szenarien"Was, wenn der Großkunde 30 Tage später zahlt"Du rechnest es einmal aus und vergisst es
Plan-Ist-AbgleichDie Abweichung fällt im Monat auf, nicht im JahresabschlussDer Plan bleibt eine Vermutung
Rollierende VorschauDer Horizont wandert mitDie Planung endet im Dezember
RechteverwaltungBuchhaltung sieht anderes als die GeschäftsführungAlle sehen alles oder niemand sieht etwas

Ein Vergleich der am Markt verfügbaren Produkte und ihrer Funktionen hilft dabei, die passende Lösung für das eigene Unternehmen zu finden. Die Anbieter im deutschsprachigen Raum:

Die verschiedenen Arten von Cashflow-Management-Software

Die Auswahl der passenden Cashflow-Management-Software hängt stark von der Unternehmensgröße, den individuellen Anforderungen und den gewünschten Funktionen ab. Es gibt verschiedene Arten von Lösungen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen:

  • All-in-One-Lösungen: Diese Cashflow-Softwares vereinen sämtliche Aspekte des Cashflow-Managements in einer Plattform. Sie bieten Funktionen von der Buchhaltung über die Liquiditätsplanung bis hin zur detaillierten Überwachung der Zahlungsströme. Besonders für Unternehmen, die eine zentrale Steuerung aller Finanzprozesse wünschen, sind solche Lösungen ideal.
  • Spezialisierte Cashflow-Software: Hier liegt der Fokus gezielt auf dem Cashflow-Management. Diese Software bietet fortschrittliche Funktionen wie Cashflow-Prognosen, Liquiditätsplanung und die Überwachung von Ein- und Auszahlungen. Sie eignet sich besonders für Unternehmen, die Wert auf tiefe Analysen und eine präzise Steuerung ihrer Liquidität legen.
  • ERP-Systeme: Enterprise Resource Planning Systeme integrieren das Cashflow-Management in eine umfassende Unternehmensverwaltung. Neben der Finanzplanung werden auch andere Geschäftsbereiche wie Einkauf, Vertrieb und Personal abgedeckt. Für größere Unternehmen, die eine ganzheitliche Lösung suchen, sind ERP-Systeme eine attraktive Option.
  • Cloud-basierte Lösungen: Diese modernen Software-Tools bieten maximale Flexibilität und Skalierbarkeit. Sie ermöglichen es, das Cashflow-Management ortsunabhängig zu steuern und bieten oft nahtlose Integration mit anderen Systemen. Gerade für wachsende Unternehmen und Start-ups sind cloudbasierte Cashflow-Management-Softwares besonders attraktiv.

Die Wahl der richtigen Cashflow-Management-Software ist entscheidend, um die Finanzen effizient zu steuern, Liquiditätsplanung zu optimieren und die Überwachung der Zahlungsströme zu gewährleisten. Vergleiche die verschiedenen Systeme und wähle die Lösung, die am besten zu den Anforderungen und Zielen Deines Unternehmens passt – so legst Du den Grundstein für nachhaltigen finanziellen Erfolg.

Cashflow verstehen

Der Cashflow ist ein grundlegendes Konzept, das den Kern der Geschäfts-, Investitions- und persönlichen Finanzen bildet. Er steht für die Bewegung von Geld in und aus einem Unternehmen oder einer Investition. Für ein effektives Cashflow-Management ist die Analyse und Verwaltung von Cashflow-Daten unerlässlich, da sie einen umfassenden Überblick über die finanziellen Zahlungsströme ermöglichen. Ein gutes Cashflow-Management ist entscheidend für das Überleben und den Wohlstand eines Unternehmens. In diesem Kapitel befassen wir uns mit den Feinheiten des Cashflows, einschließlich seiner Arten, seiner Bedeutung und der Methoden für ein effektives Management.

Was ist Cashflow?

Der Cashflow bezeichnet den gesamten Geldbetrag, der in ein Unternehmen oder sogar in einen Haushalt ein- und ausgeht. Er wird oft analysiert, um die Liquidität, die Flexibilität und die allgemeine finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu beurteilen. Ein positiver Cashflow zeigt an, dass die liquiden Mittel eines Unternehmens zunehmen, so dass es in der Lage ist, Schulden zu begleichen, in sein Geschäft zu investieren, Geld an die Aktionäre zurückzuzahlen, Ausgaben zu tätigen und einen Puffer für zukünftige finanzielle Herausforderungen zu schaffen.

Ein negativer Cashflow zeigt dagegen an, dass die liquiden Mittel eines Unternehmens abnehmen. Ein negativer Cashflow ist nicht immer ein schlechtes Zeichen, da er auf erhebliche Investitionen in das zukünftige Wachstum des Unternehmens hindeuten kann, aber er erfordert ein sorgfältiges Management, um Liquiditätsprobleme zu vermeiden.

Arten von Cashflow

Es gibt hauptsächlich drei Arten von Cashflow:

  • Operativer Cashflow (OCF): Dies ist der Cashflow, der aus dem Tagesgeschäft erwirtschaftet wird, z. B. aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen. Er ist ein wichtiger Indikator für die fundamentale Ertragskraft eines Unternehmens.
  • Investitions-Cashflow (ICF): Dies ist das Geld, das für Investitionen in Vermögenswerte verwendet wird, sowie die Erlöse aus dem Verkauf von anderen Unternehmen, Anlagen oder langfristigen Vermögenswerten.
  • Finanzierungs-Cashflow (FCF): Er umfasst die Mittelzuflüsse von Investoren wie Banken und Aktionären sowie die Mittelabflüsse an die Aktionäre in Form von Dividenden, wenn das Unternehmen Einnahmen erzielt.

Diese drei Kategorien ergeben zusammen die “Kapitalflussrechnung”, die neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu den drei wichtigsten Finanzberichten gehört, die zur Bewertung der Leistung eines Unternehmens und für Investitionsentscheidungen herangezogen werden.

Die Wichtigkeit des Cashflows

Der Cashflow ist aus mehreren Gründen ein wichtiger Faktor für Unternehmen und Investoren:

  • Solvenz: Er stellt sicher, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und so seine Zahlungsfähigkeit erhält.
  • Rentabilität: Ein positiver Cashflow trägt zur Gesamtrentabilität eines Unternehmens bei.
  • Wachstum: Er ermöglicht es Unternehmen, notwendige Investitionen für zukünftiges Wachstum zu tätigen, z. B. den Betrieb zu erweitern, neue Mitarbeiter/innen einzustellen oder neue Produkte oder Dienstleistungen zu erforschen und zu entwickeln.
  • Investorenvertrauen: Ein regelmäßiger positiver Cashflow kann das Vertrauen der Investoren stärken, was zu höheren Investitionen in das Unternehmen führen kann.

Effektives Cashflow-Management

Ein effektives Cashflow-Management umfasst mehrere Strategien:

  • Prognosen: Dazu gehört die Erstellung einer geschätzten Projektion des zukünftigen Cashflows. So können Unternehmen Cashflow-Probleme vorhersehen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen.
  • Kostenreduzierung: Indem sie unnötige Ausgaben minimieren, können Unternehmen ihren Cashflow verbessern. Dazu kann es gehören, bessere Konditionen mit Lieferanten auszuhandeln oder die Betriebskosten zu senken.
  • Einnahmeerzielung verbessern: Die rechtzeitige Einziehung von Zahlungen von Kunden kann helfen, Cashflow-Probleme zu vermeiden.
  • Sicherstellung der Finanzierung: Die Einrichtung von Kreditlinien oder andere Formen der Finanzierung können ein Sicherheitsnetz bieten, wenn der Cashflow schwach ist.

Das Verständnis und die Steuerung des Cashflows sind für den Erfolg eines jeden Unternehmens entscheidend. Durch eine effektive Überwachung und Steuerung des Cashflows können Unternehmen für die Zukunft planen, finanzielle Risiken mindern und Wachstumschancen schaffen.

Personalplanung und ihre Bedeutung für Liquidität & Cashflow

Personalentscheidungen sind ein wesentlicher Treiber der Liquidität. Neueinstellungen, Gehaltskosten und Fortbildungsausgaben müssen in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Gerade in Wachstumsphasen steigen die Personalkosten und erfordern eine genaue Planung, um Risiken wie Engpässe zu vermeiden. finban hilft Unternehmen dabei, die finanziellen Auswirkungen dieser Entscheidungen zu simulieren und langfristig zu planen.

Personalplanung & Cashflow Screenshot: finban

Aspekte der Personalplanung:

  1. Neueinstellungen und Onboarding: Erhebliche Kosten, die frühzeitig einzuplanen sind.
  2. Laufende Gehaltskosten: Regelmäßige Kosten, die die Liquidität beeinflussen.
  3. Automatisierung vs. Neueinstellungen: Potenzielle Kosteneinsparungen durch Technologie.

Eine sorgfältige Abstimmung zwischen Personal- und Liquiditätsplanung sichert den nachhaltigen Erfolg.

Wann sich der Wechsel von Excel lohnt — und wann nicht

Excel ist nicht das falsche Werkzeug, es ist das Werkzeug mit einer Obergrenze. Die Frage ist nicht "ist Excel schlecht", sondern "bin ich darüber hinaus". Vier Schwellen, an denen man es merkt:

AnzeichenWarum es der Kipppunkt ist
Mehr als zwei Stunden pro Woche PflegeDas sind über 100 Stunden im Jahr für eine Auswertung, die am Tag der Erstellung schon veraltet ist
Zwei oder mehr BankkontenJedes Konto ist ein eigener Export, ein eigenes Format, eine eigene Fehlerquelle beim Zusammenführen
Der erste Formelfehler, der Geld gekostet hatEine verrutschte Zeile fällt nur auf, wenn das Ergebnis unplausibel wird — bei plausibel falschen Zahlen nie
Eine zweite Person soll mitplanenAb hier gibt es Versionsstände, und ab da weiß niemand mehr, welcher der richtige ist

Umgekehrt: Wer weniger als etwa 20 Zahlungen im Monat hat, allein plant und stabile Einnahmen hat, braucht keine Software. Für diesen Fall ist eine Excel-Vorlage die ehrlichere Empfehlung — auch von uns.

Die Einführung: was realistisch wie lange dauert

Der häufigste Grund, warum eine Cashflow-Software nach zwei Monaten wieder brachliegt, ist nicht das Werkzeug. Es ist eine Einführung, die auf halbem Weg stehen geblieben ist: Konten verbunden, Kategorien nie aufgeräumt, Plan nie gegen die Ist-Zahlen gehalten.

SchrittWas passiertZeitbedarf
1. BestandsaufnahmeWelche Konten, welche Vorsysteme, wer braucht Zugriff, wie wird heute geplantein bis zwei Stunden
2. AuswahlZwei bis drei Werkzeuge mit den eigenen Konten testen, nicht mit Demodatenzwei bis drei Tage, überwiegend Wartezeit
3. EinrichtungKonten verbinden, wiederkehrende Zahlungen erfassen, Kategorien anpassen, offene Rechnungen einlesenein halber Tag
4. TeamZugriffsrechte, ein fester wöchentlicher Blick, Zuständigkeit kläreneine halbe Stunde Einweisung
5. BetriebPlan gegen Ist halten, Kategorien nachschärfen15 Minuten pro Woche

Der Schritt, den fast alle unterschätzen, ist der fünfte. Die ersten beiden Monate ist ein Plan eine Vermutung — er wird erst belastbar, wenn er zweimal gegen die tatsächlichen Zahlen gelaufen ist und man weiß, wo er regelmäßig danebenliegt.

Welches Werkzeug zu welcher Ausgangslage passt

Die Anbieter unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als in der Frage, für welchen Betrieb sie gebaut wurden:

AusgangslageWorauf es dann ankommt
Ein Konto, EinzelunternehmenEinfachheit vor Funktionsumfang. Alles, was eine Einrichtung über einen halben Tag hinaus verlängert, wird nicht genutzt
Mehrere Konten, 10–50 MitarbeitendeVerlässliche Bankanbindung und automatische Kategorisierung — hier entsteht die eigentliche Zeitersparnis
Projektgeschäft, Agentur, BauZahlungen kommen unregelmäßig und in Teilbeträgen. Ohne Abbildung von Teilrechnungen und Zahlungszielen ist jede Prognose Zufall
Wiederkehrende Erlöse, SaaSKennzahlen wie MRR und Kündigungsquote, und Prognosen über Kohorten statt über Monatssummen
Mehrere GesellschaftenKonsolidierung über Gesellschaften hinweg — ein Punkt, an dem sich die Anbieter deutlich unterscheiden
Bank verlangt einen PlanExportierbare Auswertungen, die ohne Erklärung verständlich sind, und ein Planungshorizont von mindestens zwölf Monaten

Prüfe die Bankanbindung vor allem anderen. Sie ist der Punkt, an dem eine Testphase am häufigsten scheitert: Wenn ausgerechnet deine Bank nicht sauber anbindet, ist jede andere Funktion gegenstandslos.

Bankanbindung, Datenschutz und wo die Daten liegen

Die Anbindung läuft über PSD2 — die europäische Regelung, die Banken verpflichtet, Kontodaten über eine Schnittstelle bereitzustellen, wenn du das freigibst. Praktisch heißt das: lesender Zugriff, freigegeben von dir, jederzeit widerrufbar. Überweisungen kann eine Cashflow-Software damit nicht auslösen.

Drei Fragen, die vor einer Anbindung geklärt gehören:

  • Wo liegen die Daten? Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag sind bei einem Werkzeug, das Kontobewegungen liest, keine Formalie.
  • Wer im Unternehmen sieht was? Buchhaltung, Geschäftsführung und Steuerberatung brauchen unterschiedliche Sichten. Ein Werkzeug ohne Rechteverwaltung erzwingt die Entscheidung "alle sehen alles".
  • Was passiert beim Wechsel? Ob sich Daten vollständig exportieren lassen, merkt man sonst erst, wenn man weg will.

finban hostet in Deutschland und bindet über PSD2 an; die Einzelheiten stehen unter Datensicherheit.

Was eine Cashflow-Management-Software nicht kann

Der ehrlichste Teil einer Auswahl ist die Liste dessen, was auch das beste Werkzeug nicht leistet:

  • Sie ersetzt keine Buchhaltung. Sie liest, was dort entsteht, und rechnet damit nach vorne. Der Jahresabschluss entsteht weiterhin woanders.
  • Sie ersetzt keine Steuerberatung. Eine Software kann eine Steuerzahlung einplanen, aber nicht beurteilen, ob sie richtig berechnet ist.
  • Sie macht keine Prognose aus zu wenigen Daten. Die ersten Wochen sind eine Fortschreibung, keine Vorhersage. Verlässlich wird es, wenn mehrere Monate Ist-Daten vorliegen.
  • Sie trifft keine Entscheidung. Sie zeigt, dass im November 40.000 € fehlen werden. Ob die Antwort darauf eine Kreditlinie, ein verschobenes Projekt oder ein Gespräch mit dem säumigen Großkunden ist, entscheidet weiterhin die Geschäftsführung.
  • Sie repariert keine Marge. Ein strukturelles Ertragsproblem wird durch bessere Sichtbarkeit sichtbar, nicht kleiner.

Wer diese Grenzen kennt, wählt anders aus — und ist nach drei Monaten seltener enttäuscht.

Fazit

Die Verwendung einer Cashflow-Software (oder auch Liquiditätsplanungs-Software) ist gut für Dein Unternehmen. Eine gute Entscheidung amortisiert die Kosten der Software um ein Vielfaches. Im Laufe der Zeit wirst Du eine Menge Geld und Zeit sparen, weil Du die Cashflow-Auswertungen nicht mehr von Hand pflegst. Außerdem kannst Du wichtige Geschäftsentscheidungen mit Zuversicht treffen, weil Du weißt, wie viel Cashflow Deinem Unternehmen zur Verfügung steht.

Die Aufgaben dahinter — Kontendisposition, Forderungssteuerung, Cash Pooling — sind unter Cash Management beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Welche Cashflow-Management-Software ist die beste?

Es gibt keine, die für alle die beste ist — und wer das behauptet, verkauft. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt weniger im Funktionsumfang als in der Passung: Wie gut läuft deine Bank an? Kommen deine Rechnungen automatisch herein oder tippst du sie ab? Rechnet das Werkzeug so, wie dein Geschäft funktioniert — projektweise, wiederkehrend, saisonal? Die drei Fragen beantworten mehr als jede Funktionsliste. Teste zwei Anbieter mit deinen echten Konten, nicht mit Demodaten.

Welche Liquiditätsplanungs-Software ist die richtige für kleine Unternehmen?

Für ein Unternehmen ohne eigenes Finanzteam zählt vor allem, wie viel Arbeit nach der Einrichtung übrig bleibt. Läuft der Ist-Stand automatisch mit, ist die Planung in einer Viertelstunde pro Woche aktuell. Muss er von Hand gepflegt werden, wird sie nach dem zweiten Monat nicht mehr gepflegt — unabhängig davon, wie gut das Werkzeug sonst ist. Der zweite Punkt ist der Zeithorizont: Ein Engpass, den du drei Wochen vorher siehst, ist ein Terminproblem; derselbe Engpass am Fälligkeitstag ist ein Kreditproblem.

Welche drei Arten von Cashflow gibt es?

Operativer Cashflow (das laufende Geschäft: Kundenzahlungen, Löhne, Miete, Material), Investitions-Cashflow (Kauf und Verkauf von Anlagen und Beteiligungen) und Finanzierungs-Cashflow (Kredite, Einlagen, Ausschüttungen). Die Summe der drei ergibt die Veränderung des Kontostands. Aussagekräftig ist die Kombination, nicht der Gesamtsaldo — ausführlich unter Cashflow.

Gibt es Cashflow-Software kostenlos?

Kostenlos ist im Wesentlichen der Excel-Weg: Eine Vorlage kostet nichts und reicht, solange die Zahl der Konten und Rechnungen überschaubar bleibt. Der Preis steht dann nicht auf der Rechnung, sondern im Kalender — die Pflege ist die eigentliche Ausgabe. Bei den Anbietern unterscheiden sich Testphasen und Einstiegsmodelle stark und ändern sich häufig; verlässlich ist nur die Preisseite des jeweiligen Anbieters. finban hat keinen kostenlosen Tarif, aber einen kostenlosen Test.

Was kostet eine Cashflow-Management-Software?

Die Preise reichen von einem niedrigen zweistelligen Monatsbetrag für Einzelunternehmen bis zu vierstelligen Jahresbeträgen für Konzernwerkzeuge mit Konsolidierung. Weil sich Tarife und Staffelungen laufend ändern, nennen wir hier bewusst keine Zahlen für andere Anbieter — sie wären schneller falsch als korrigierbar. Unsere eigenen stehen auf der Preisseite.

Wie lange dauert die Einführung?

Die Bankanbindung selbst ist eine Sache von Minuten. Was tatsächlich Zeit kostet, ist die erste saubere Kategorisierung der letzten Monate und die Entscheidung, wie fein geplant werden soll. Realistisch ist ein halber Tag für die Einrichtung und ein bis zwei Monate, bis der Plan durch den Abgleich mit den Ist-Zahlen belastbar wird.

Was ist der Unterschied zwischen Cashflow-Software und Buchhaltungssoftware?

Buchhaltung dokumentiert, was war. Cashflow-Software rechnet, was kommt. Die beiden ersetzen sich nicht, sie hängen zusammen: Eine gute Cashflow-Software liest die Daten aus der Buchhaltung — lexoffice, sevdesk, DATEV — und macht daraus die Vorausschau. Ohne Buchhaltung fehlt ihr die Grundlage, ohne Vorausschau bleibt die Buchhaltung ein Rückblick.

Lohnt sich das schon bei einem einzigen Bankkonto?

Wenn die Einnahmen stabil und die Zahl der Zahlungen überschaubar ist, reicht eine Tabelle. Der Punkt, an dem es kippt, ist selten die Zahl der Konten — es ist der Moment, in dem die Pflege mehr Zeit kostet als der Blick auf das Ergebnis, oder in dem eine zweite Person mitplanen soll und niemand mehr weiß, welche Datei die richtige ist.

Funktioniert das auch mit mehreren Gesellschaften?

Ja, aber nicht bei jedem Anbieter gleich gut. Wer eine Holding mit Töchtern führt, braucht eine konsolidierte Sicht über alle Gesellschaften und die Möglichkeit, in eine einzelne hineinzuschauen. Das ist einer der Punkte, an denen sich die Werkzeuge deutlich unterscheiden — und einer, den man in einer Testphase mit den echten Gesellschaften prüfen sollte, nicht mit Demodaten.

Hilft eine Cashflow-Software im Bankgespräch?

Sie liefert das, wonach die Bank fragt: eine Vorausrechnung über zwölf bis vierundzwanzig Monate, nachvollziehbar hergeleitet und mit Szenarien. Was sie nicht liefert, ist die Beurteilung, ob die Zahlen für eine Finanzierung reichen — das entscheidet die Bank. Mehr dazu unter Kapitaldienstfähigkeit.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?

Diese Frage gehört in jede Testphase, weil sie sich später nicht mehr angenehm beantworten lässt. Zu klären: Lassen sich alle Daten vollständig exportieren, in welchem Format, und wie lange bleibt der Zugang nach der Kündigung bestehen. Wer darauf keine klare Antwort bekommt, sollte das als Antwort werten.

Was gehört zum Cash Management?

Im engeren, treasurynahen Sinn: die tägliche Disposition der Konten, das Bündeln von Salden zwischen Gesellschaften (Cash Pooling), die kurzfristige Anlage von Überschüssen und die Steuerung von Zahlungszielen auf beiden Seiten. Für kleinere Unternehmen fällt der größte Teil davon weg — übrig bleiben Zahlungsziele und die Frage, wann welches Konto wie voll ist. Ausführlich unter Cash Management.