Branche

Liquiditätsplanung für Arztpraxen & Gesundheitswesen

Verzögerte KV-Abrechnungen, teure Geräte und hohe Fixkosten — finban hilft Praxisinhabern, ihre Liquidität vorausschauend zu planen.

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Herausforderungen

KV-Abrechnungen (Kassenärztliche Vereinigung) kommen mit 2–3 Monaten Verzögerung

Teure medizinische Geräte erfordern hohe Investitionen oder langfristige Finanzierungen

Hohe Fixkosten: Personal (MFA, Assistenz), Miete, Versicherungen, Laborkosten

Schwankende Patientenzahlen — Urlaubszeiten und saisonale Effekte beeinflussen den Umsatz

Mischung aus Kassen- und Privatpatienten mit unterschiedlichen Abrechnungszyklen

So hilft finban

1

KV-Zahlungen und Privateinnahmen im Blick

Verbinde dein Praxiskonto und sieh alle Zahlungseingänge auf einen Blick. finban erkennt die regelmäßigen KV-Abschläge und Privatrechnungen automatisch.

2

Szenarienplanung für Investitionen

Was passiert, wenn du ein neues Ultraschallgerät anschaffst? Wie wirkt sich die Einstellung einer weiteren MFA auf deine Liquidität aus? Plane verschiedene Szenarien mit realen Zahlen.

3

Automatische Cashflow-Prognosen

finban erstellt automatische Prognosen auf Basis deiner Zahlungsmuster. Du siehst sofort, ob die KV-Abschläge und Privateinnahmen die laufenden Kosten decken.

4

Einfach und schnell — für Ärzte, nicht für Controller

finban ist in unter 15 Minuten eingerichtet. Bankkonto verbinden, fertig. Du konzentrierst dich auf deine Patienten, finban auf deine Finanzen.

Wichtigste Funktionen

Automatische Bankanbindung

Praxiskonto in Echtzeit verbunden

Cashflow-Prognose

Automatische Prognosen inkl. verzögerter KV-Zahlungen

Szenarienplanung

Investitions- und Personalszenarien durchspielen

Vertragsmanagement

Geräteleasing, Versicherungen und Laborverträge im Blick

Einfache Einrichtung

In unter 15 Minuten startklar, ohne Buchhaltungskenntnisse

Buchhaltungs-Integration

Verbindung zu lexoffice und sevDesk

Als Praxisinhaber hatte ich nie den Überblick, wann welche KV-Zahlung kommt und ob die Liquidität für die nächste Geräterate reicht. finban hat das komplett verändert.

Dr. Anna S., Fachärztin

Cashflow-Planung in der Arztpraxis: Der vollständige Leitfaden für Praxisinhaber

Die wirtschaftliche Führung einer Arztpraxis unterscheidet sich grundlegend von anderen Unternehmen. Während ein Einzelhändler sofort bezahlt wird, warten Ärzte oft Monate auf ihre Honorare. Gleichzeitig laufen Personalkosten, Miete und Gerätefinanzierungen weiter. Eine vorausschauende Cashflow-Planung ist deshalb existenziell wichtig.

Der KV-Abrechnungszyklus: Warum Arztpraxen anders planen müssen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zahlt Honorare nicht pro Behandlung, sondern gesammelt pro Quartal — mit erheblicher Verzögerung:

  • Quartalsende: Abrechnungsdaten werden bei der KV eingereicht
  • Abschlagszahlungen: Monatliche Vorauszahlungen basierend auf Vorquartalen (nur 70–80 % des tatsächlichen Honorars)
  • Restzahlung: Endgültige Abrechnung erst 2–3 Monate nach Quartalsende

Auswirkungen auf die Liquidität:

  • Planungsunsicherheit: Endgültige Honorarhöhe erst Monate später bekannt
  • Schwankende Abschläge: Wächst die Praxis, hinken die Abschläge hinterher
  • Rückforderungen: Bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen möglich — unvorhersehbar und belastend

Umsatzmix: GKV, PKV und IGeL richtig einordnen

Gesetzlich versicherte Patienten (GKV)

60–80 % der Gesamteinnahmen. Über KV abgerechnet mit Quartalsrhythmus. Budgetiert durch Regelleistungsvolumen (RLV).

Privatpatienten (PKV)

Höhere Honorare nach GOÄ. Direktabrechnung an den Patienten. Zahlung in 14–30 Tagen. Aber: Zahlungsausfälle und Mahnaufwand.

IGeL-Leistungen

Sofortzahlung in der Praxis (bar oder Karte). Keine Budgetierung. Bester Cashflow-Beitrag — aber schwankend und abhängig von aktiver Kommunikation.

Cashflow-Implikation: GKV-lastige Praxen brauchen 2–3 Monate Liquiditätspuffer. PKV-starke Praxen brauchen professionelles Forderungsmanagement. IGeL bringt sofortige Liquidität.

Personalkosten: Die größte Fixkostenposition

50–60 % der Gesamtausgaben entfallen auf Personal:

  • MFA: 35.000–50.000 EUR/Jahr brutto pro Vollzeitkraft
  • Herausforderungen: Gehaltssteigerungen durch Tarifvertrag, Vertretungskosten bei Ausfall, Fachkräftemangel
  • Sonderzahlungen: Weihnachtsgeld im November/Dezember = Cashflow-Spitze

Personalkosten sind der klassische Fixkostenblock — sie laufen unabhängig vom Umsatz. In umsatzschwachen Monaten (Ferienzeit) wird es eng.

Medizinische Geräte finanzieren

Gerätekosten im Überblick:

  • Ultraschall: 20.000–80.000 EUR
  • Röntgen: 50.000–150.000 EUR
  • Labor: 10.000–100.000 EUR

Finanzierungsoptionen:

  • Bankdarlehen: 5–10 Jahre Laufzeit, monatliche Belastung
  • Leasing: Schont Liquidität, monatliche Raten. Sofort absetzbar.
  • Mietkauf: Raten werden auf Kaufpreis angerechnet

Wichtig: Abschreibung reduziert den Gewinn, aber nicht den Cashflow. Die tatsächlichen Raten bestimmen die Liquidität.

Praxisübernahme: Die kritische Anlaufphase

Kosten einer Praxisübernahme: 300.000–800.000 EUR (materieller Wert + Goodwill + Umbau + Betriebsmittel).

Nach der Übernahme vergehen 3–6 Monate, bis KV-Zahlungen auf Basis des eigenen Volumens fließen. In dieser Zeit lebt die Praxis von:

  • Abschlagszahlungen auf dem Niveau des Vorgängers
  • PKV-Einnahmen
  • Betriebsmittelkredit

Eine detaillierte Cashflow-Planung für die Übernahme ist überlebenswichtig.

Urlaub und Krankheit: Einnahmen sinken, Kosten bleiben

  • Praxisurlaub (2–3 Wochen): Null Einnahmen bei weiterlaufenden Fixkosten
  • Krankheit des Arztes: Vollständiger Einnahmenstopp in Solopraxen. Krankentagegeld greift oft erst nach 14–42 Tagen Karenz.
  • Saisonale Schwankungen: Sommerferien und Weihnachten: 20–40 % weniger Patienten

Rücklagen: Mindestens 4–6 Wochen ohne oder mit stark reduziertem Umsatz einplanen. Ein Tool wie finban macht diese Szenarien sichtbar.

10 Praxistipps für bessere Liquidität

  1. KV-Abschläge mit Leistungsvolumen vergleichen — bei Wachstum Anpassung beantragen
  2. Privatrechnungen am Behandlungstag stellen
  3. Zahlungseingänge wöchentlich prüfen
  4. Mahnwesen automatisieren (PKV-Rechnungen)
  5. IGeL-Angebot ausbauen — sofortige Liquidität, nicht budgetiert
  6. Personalkosten saisonal anpassen — Teilzeitkräfte für flexible Abdeckung
  7. Geräteinvestitionen staffeln — nicht alles auf einmal anschaffen
  8. Liquiditätsreserve aufbauen — 2–3 Netto-Monatsausgaben
  9. Steuervorauszahlungen einplanen — quartalsweise ESt und GewSt fest budgetieren
  10. Cashflow-Tool nutzen — finban verbindet sich mit dem Praxiskonto und liefert automatische Prognosen, die KV-Verzögerungen und saisonale Effekte berücksichtigen

Fazit

Die Cashflow-Planung in der Arztpraxis ist ein zentrales Element der Praxisführung. Der verzögerte KV-Abrechnungszyklus, die Mischung aus GKV, PKV und IGeL, hohe Fixkosten und teure Investitionen machen die Liquiditätsplanung komplex — aber beherrschbar. Wer seine Zahlen kennt, vorausschauend plant und die richtigen Werkzeuge nutzt, hat mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die Versorgung der Patienten.

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